Zinsen Vergleich im Juni 2017

By | Juni 7, 2017

Schlechte Zinsen, gute Zeiten
EZB – Chef Mario Draghi wird noch bis nächstes Jahr Oktober im Amt sein. Die Machtkämpfe um die Position laufen bereits an, jedoch ist es wahrscheinlich, dass Draghi weiter seinen Kurs der Nullzinspolitik führen wird, ungeachtet der wirtschaftspolitischen Entwicklung. Ausgeschlossen ist auch nicht eine Niedrigzinsphase über mehrere Jahre. Seit März 2016 befindet sich der Leitzins auf dem Nullpunkt. Niedrige Zinsen sind aber nicht gleich schlecht. Es muss auch die Inflation mitberücksichtigt werden. Und diese hält sich in Grenzen. Es gab Zeiten mit wesentlich höheren Zinsen, jedoch war auch gleichzeitig die Inflation sehr viel höher im Verhältnis als jetzt. Die Inflation lässt sich nicht schlagen, aber mit ausreichenden Sparzinsen kann ihr auf Augenhöhe begegnet werden.

Die Tagesgeldeinlagen
Dadat bietet einen Prozent Zinsen für Neukunden. Dieser Bonus gilt für vier Monate, bevor er auf 0,3 Prozent sinkt. Während die Neukundenaktion mit maximal 75 000 Euro begrenzt ist, sind es für Bestandskunden 250 000 Euro. Die Santander Bank offeriert zwar nur 0,9 Prozent für alle Neukunden, doch dieser gilt immerhin für ein halbes Jahr. Zudem sind es 0,5 Prozent für Bestandskunden, also 0,2 Prozentpunkte mehr als bei Dadat. Die Zinsgutschrift erfolgt zudem monatlich. Die RenaultBank Direkt weist für alle Kunden mit 0,7 Prozent dieselbe Kondition auf, wobei auch hier eine monatliche Zinsgutschrift erfolgt. Auch MoneYou lockt mit 0,7 Prozent, jedoch werden Zinsen nur vierteljährlich ausbezahlt. Die Höchsteinlage beträgt eine Million Euro. Für einige Monate konnte die Austrian Anadi Bank den besten Tagesgeldzins mit 1,11 Prozent vorweisen, doch der Bonuszinssatz ist auf 0,59 Prozent gesenkt worden, wodurch der Tageszinssatz jetzt bei 0,6 Prozent liegt.

Gebundene Anlagen im Überblick
Bezüglich eines Zeitraums von sechs Monaten sticht die Big Bank hervor mit 0,8 Prozent. Bereits ab 1000 Euro kann angelegt werden. Bei der Alior Bank aus Polen erhalten Sie nur 0,75 Prozent, zumal Sie mindestens 10 000 Euro anlegen müssen. Die Austrian Anadi bietet 0,71 Prozent bei mindestens 2500 Euro. Am wenigsten anlegen können Sie bei MoneYou mit 500 Euro für immerhin 0,7 Prozent, also dem Tageszinssatz.
Werfen wir nun einen Blick auf zwölf Monate. Credit Agricole aus Frankreich steht auf Platz 1 mit 1,01 Prozent. Bei Laufzeiten zwischen einem und sieben Jahre können zwischen 5000 und 500 000 Euro angelegt werden. Atlantico Europa bringt sich mit einem Prozent ins Gespräch, ebenfalls ab 5000 Euro. Die Bank aus Portugal ermöglicht eine vorzeitige Kündigung des Festgelds, dann werden keine Zinsen ausbezahlt.
Im Falle von 18 Monaten steht folgende Rangliste: Atlantico Europa mit 1,05 Prozent, dann Big Bank bei 0,9 Prozent, bevor die Santander Bank mit 0,9 Prozent ab 2500 Euro sowie die VakifBank mit 0,8 Prozent ab 5000 Euro die ersten vier Plätze vollständig repräsentieren.
Nun noch der Zeitraum über 24 Monate:
– Atlantico Europa: 1,2 Prozent ab 5000 Euro
– Credit Agricole: 1,1 Prozent ab 5000 Euro
– RenaultBank Direkt: 1,05 Prozent ab 2500 Euro
– Big Bank: 1,05 Prozent ab 1000 Euro bis 100 000

Die Zinstreppe
Entscheiden Sie sich zum Beispiel, 20 000 Euro in Festgeld anzulegen, teilen Sie diesen Betrag in vier Teile etwa, und legen Sie je 5000 Euro für ein bis vier Jahre an. So können Sie, sollten die Zinsen steigen, jedes Jahr mit den 4000 Euro davon profitieren und wiederanlegen.

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