Oktober 2014: Die aktuellen Sparzinsen für Österreich

By | Oktober 3, 2014

Da der Leitzins in der gesamten Euro-Zone zurzeit bei niedrigen 0,05 % liegt und das laut EZB auch in nächster Zukunft so bleiben wird, sind private Sparer mit normalen Sparkonten enttäuschter denn je. Wer sein Geld trotzdem auf der Bank deponieren und auf Geldanlagen mit lukrativerer Verzinsung, aber auch höherem Risiko verzichten möchte, denkt natürlich sofort an Tagesgeld- und Festgeld-Konten. Der Hauptvorteil von Tagesgeld-Konten besteht darin, dass sich der Sparer jederzeit Geld auszahlen lassen kann. Positiv an Festgeld-Konten (gebundenen Spareinlagen) ist, dass sie unabhängig von der Entwicklung des Leitzins den Anfangs-Zinssatz über die gesamte Laufzeit garantieren. Vor der Eröffnung eines neuen Sparkontos sollte der Sparer jedoch unbedingt einen Zins- beziehungsweise Bankenvergleich durchführen. Auch der Blick auf die von den einzelnen Kreditinstituten angebotenen Konditionen lohnt sich. Der folgende Banken-Vergleich beruht auf http://www.sparzinsen-vergleich.at/ (Stichtag: 2. Oktober 2014).
Bei allen genannten Kreditinstituten gilt die 100 % Einlagen-Sicherung bis zu 100000 Euro je Privat-Person.

Beste täglich fällige Sparzinsen

Den höchsten Zinssatz bieten derzeit die französische Renault-Bank direkt und die MoneYou Bank (1,4 %), die zur niederländischen ABN AMRO gehört. Beide Kreditinstitute haben keine Mindest-Einlage. Die Renault-Bank direkt gewährt eine Zins-Auszahlung am Ende jeden Monats. Bei beiden Kreditinstituten liegt die Maximal-Einlage bei 1 Million Euro. Bei MoneYou Tagesgeld-Konten werden die Zinsen vierteljährlich gutgeschrieben. Drittbeste Bank ist die spanische Santander-Bank mit ihrem Produkt BestFlex Online Tagesgeld (1,2 % und 0 Euro Mindest-Einlage). Die österreichischen Volks- und Raiffeisenbanken bieten wesentlich weniger attraktive Zinssätze.

Beste gebundene Sparzinsen

Bei den gebundenen Einlagen wurde eine Laufzeit von 6 Monaten zugrunde gelegt. Den höchsten Zinssatz bot die MoneYou Bank mit 1,5 % (Produktname: MoneYou Festgeld, Mindest-Einlage: 500 €). Das angesparte MoneYou Festgeld kann jederzeit ohne zusätzliche Gebühren vollständig oder in Teilbeträgen abgehoben werden. Wird das Konto vor Laufzeit-Ende aufgelöst, erhält der Sparer trotzdem noch 0,70 % Zinsen auf seine Sparsumme. Auf Platz 2 und 3 befinden sich die türkischen Banken Vakifbank International AG und DenizBank AG mit einem Zinssatz von 1,3 %. Bei der Vakifbank beträgt die Mindesteinlage 5000 Euro, bei der DenizBank 1000 Euro. Die Zinsgutschrift der „Termingeldeinlage“ erfolgt am Ende der Laufzeit; eine vorzeitige Kündigung ist nicht möglich. Beim „Fixzinssparbuch“ der DenizBank kann der Kunde während der Laufzeit Ein- und Auszahlungen durchführen. Für Abhebungen werden 1/1000 Vorschuss-Zinsen berechnet. Beste nativ österreichische Bank ist die private Denzel Bank mit 1,2 % und einer Mindest-Einlage von 5000 Euro.

Fazit zum aktuellen Sparzinsen Vergleich im Oktober 2014

Wer heute Geld anlegen und kein großes Risiko eingehen möchte, hat es wegen der anhaltenden Niedrigzins-Politik der Europäischen Zentralbank nicht leicht. Wer länger auf angespartes Geld verzichten und auch eine höhere Geldsumme auf dem Konto deponieren kann, ist mit einem Fixgeld-Konto gut beraten. Möchte er lieber 100-prozentig flexibel sein, empfiehlt sich natürlich das Tagesgeld-Konto bei der Renault-Bank. Dort kommt er auch schneller an seine Zinsen und Zinseszinsen. Bei Festgeld-Konten tut sich die MoneYou Bank hervor: Wegen ihrer niedrigen Mindest-Einlage ist sie auch für Sparer mit wenig Geld lukrativ. Und muss der dort deponierte Gesamtbetrag schnell abgehoben werden, fallen trotzdem keine Vorschuss-Zinsen an.

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