Sparzinsen Vergleich Mai 2015

Der Blick auf die Sparzinsen dürfte den meisten Anlegern in den letzten Monaten regelmäßig wenig Freude bereitet haben. Schon seit Jahren fällt das Zinsniveau in Europa von einem Tiefststand auf den nächsten und wer nicht glaubte, dass es noch ein wenig niedriger ging, wurde stets eines besseren belehrt. Neben der Marktentwicklung trug die gelockerte Geldpolitik der EZB ihr übriges zu dieser Entwicklung bei und auch in den nächsten Monaten ist kaum eine Trendwende zu erwarten. Ob es sich derzeit eine Bodenbildung handelt, ist umstritten, Experten halten sogar negative Zinsen auf Einlagen von Sparern für möglich. Zumindest für Anleger mit größeren Geldbeträgen ist dieses bei einigen Banken bereits Realität. Allerdings gibt es auch Banken, die gegen den allgemeinen Trend vergleichsweise gute Angebote im Portfolio haben, mit denen sich zumindest die derzeit ebenfalls sehr niedrige Inflationsrate ausgleichen lässt, so dass der Sparer zumindest einen realen Verlust vermeiden kann. Hier gilt es, möglichst genau hinzuschauen und die Angebote entsprechend zu prüfen. Wichtig ist vor allem, dass die Institute aus einem Land kommen, welches eine ausreichende Einlagensicherung vorschreibt, so dass im Falle einer Bankpleite das Geld nicht verloren ist. Die hier vorgestellten Angebote erfüllen diese Voraussetzung und zwar bis zu einem Einlagebetrag von € 100.000.

Über ein Prozent bei Tagesgeld möglich

Trotz der der Leitzinsen bei knapp über Null haben einige Institute Angebote für täglich verfügbare Einlagen, bei denen mehr als ein Prozent Zinsen versprochen werden. Spitzenreiter ist die niederländische MoneYou, bei der aktuell ab dem ersten Euro 1,2 % geboten werden. Ebenfalls mehr als ein Prozent gibt es bei der Advanzia Bank aus Luxemburg (1,01%), hier allerdings erst ab einer Einlage von € 5000. Glatt ein Prozent zahlen Yapi Kredi (Niederlande), die österreichischen Banken Vakifbank, Denizbank und HYPO NÖ, sowie die französische Renault Bank Direkt und die niederländische Amsterdam Trade Bank. Wer sein Geld als Tagesgeld anlegen möchte, sollte beachten, dass sich dabei die Zinssätze mitunter kurzfristig ändern können und gegebenenfalls bereit sein, zu einem anderen Institut zu wechseln, was mit einem gewissen bürokratischen Aufwand verbunden ist.

Mittelfristige Anlagedauer bietet nur unwesentlich höhere Zinsen

Im Gegensatz zum Tagesgeld muss sich der Anleger bei Festgeldangeboten über einen längeren Zeitraum von seinem Geld trennen, dafür sind die Zinssätze für den vereinbarten Zeitraum sicher und zumeist, in Abhängigkeit von der Dauer auch etwas höher. Bei einer Anlagedauer von einem halben Jahr, macht sich dieser Effekt jedoch noch kaum bemerkbar. Das beste Angebot kommt auch hier von der holländischen MoneYou, welche mit 1,35% Zinsen die Sparer locken will. Ab einem Betrag von € 500 kommt man bei diesem Geldhaus zum Zuge. Leicht darunter rangieren die YapiKredi, die ab € 5000 immerhin noch 1,25% anbietet, sowie Vakifbank, die den gleichen Zinssatz ab dem ersten Euro bezahlt. Weiter Angebote, die mehr als 1% bringen gibt es bei der DenizBank und bei der Denzel Bank.

Für einen einjährigen Anlagehorizont bietet die in Österreich registrierte J&T Banka Savedo sehr gute 1,8%, allerdings erst ab einem Betrag von € 10.000. Weitere Angebote in diesem Bereich liegen mit 1,5% (YapiKredi) und 1,45% (BigBank und MoneYou) deutlich darunter.

Wer die zwei vor dem Komma sehen möchte, muss sich bei der J&T Banka Savedo mit 10.000 über eine Dauer von 2 Jahren festlegen. Yapi Kreid und DenizBank bieten für €5000 bis €1000 immerhin 1,7%.

Noch längere Anlagehorizonte lohnen dagegen kaum. Auch bei 5 Jahren gibt es derzeit nicht mehr als 2,1%.

Fazit zu den Sparzinsen im Mai 2015

Wer genau hinschaut und vergleicht findet auch in der aktuellen Phase noch passable Angebote. Klarheit sollte sich der Sparer darüber machen, wie lange er tatsächlich auf sein Geld verzichten kann, denn eine vorzeitige Auflösung ist zumeist eine kostenintensive Alternative.

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