Sparzinsen im November 2018

By | November 14, 2018
Bei niedrigen Zinsen die besten Angebote nutzen!
Die Österreicher sind Weltmeister im Sparen, und am liebsten zahlen sie auf ihr Sparbuch ein oder nutzen die aktuelle Form, das Online Sparkonto. Allerdings sind Märkte stets in Bewegung, und auch der Zins-Markt macht da keine Ausnahme, wenn auch nur in minimaler Range. Und gerade deshalb ist es nachdrücklich angeraten, die Sparzinsen regelmäßig zu vergleichen, denn nur so kann der aktive Sparer die jeweils günstigsten Bedingungen für seine Anlagen rechtzeitig ausfindig machen. Obwohl die Inflationsrate zur Zeit signifikant höher als der Sparzins ist – oder gerade deshalb – , sollte man die Entwertung des Vermögens nach Möglichkeit mindern, indem man durch Vergleich die jeweils besten Zinsen ergattert.

Sparzinsen für die täglich fällige Einlage – die besten Fünf

Keine Änderungen beim Sparzins im November. Die DADAT bietet Neukunden noch immer 1,25 Prozent für Guthaben auf dem Online Sparkonto. Der Zins ist allerdings nur vier Monate lang gültig und gilt nur bis maximal 100 000 Euro. Anschließend wird der Sparer Bestandskunde und erhält nur die üblichen mageren 0,15 Prozent.

Wer dauerhaft höhere Zinsen erzielen will, kann erst ab 0,5 Prozent einsteigen. Die Kommunalkredit Austria bietet zur Zeit für Bestandskunden den attraktivsten Sparzins mit 0,51 Prozent bei einer Mindestanlage von 10 000 Euro. Advanzia (Luxemburg), Santander und die Bank des Autoherstellers Renault folgen dichtauf mit 0,50 Prozent. Leider wird von der Advanzia die Kapitalertragssteuer nicht direkt abgeführt, was der Sparer also selber vorzunehmen hat, ebenso bei Moneyyou aus den Niederlanden, die 0,45 Prozent Zins feilbietet.

Sechs Monate gebunden

Wer sein Erspartes fest binden will, aber eine längere Bindung seiner Einlage nicht für angebracht hält, entscheidet sich oft für eine Frist von sechs Monaten Dauer. Allerdings ist hier der Zinssatz nicht wesentlich höher als bei den täglich fälligen Einlagen; man ist hier doch eher für einen weiteren Zinsverfall abgesichert, der allerdings zur Zeit auf sich warten ässt.

Die Einlagensicherungssysteme der auswärtigen Anbieter sind mitunter unterschiedlich. Für die EU sind aber Mindeststandards verbindlich, nämlich 100 000 Euro sind garantiert, auch mit dem entsprechenden Gegenwert in der Landeswährung.

Im Vergleich der höchsten Zinsen für sechs Monate sind im Wesentlichen ausländische Banken die Testsieger. Hier sollte also immer auf die Versteuerung der Zinserträge geachtet werden. In aller Regel muss sich der Sparer selbst darum kümmern, sprich in der Erklärung der Einkommenssteuer müssen Sparzinsen und Kapitalertragssteuern (25 Prozent) angegeben werden.

Die Crédit Agricole, Big Bank aus Estland, Santander und die Addiko Bank führen in der Bewertung. Das Zinsangebot dieser Banken liegt zwischen 0,60 und 0,65 Prozent.

Zwölf Monate fest

Nicht nur mit höheren Erträgen, sondern auch mit höheren Einlagen ist bei den 12-monatigen zu rechnen, damit der höhere Sparzins überhaupt gewährt wird. Nicht selten sind mindestens 5 000 oder gar 10 000 Euro gefordert. In der Pole-Position hier einmal mehr die Crédit Agricole mit einem Zins-Angebot von 1,01 Prozent ab 5 000 Euro. Es folgt Estlands Big Bank mit 0,90 Prozent. Beide zahlen brutto, also die Kunden müssen die Steuern selbst besorgen. Wem das zu unbequem erscheint, wendet sich an die Kommunalkredit Invest mit 0,90 Prozent Zinsen oder an die Santander Bank mit 0,80 Prozent. Die DenizBank kennt die Steuern ebenfalls und bietet noch 0,75 Prozent.

Es bleibt, wie es war: die Zinsen sind mickrig und werden in absehbarer Zeit ganz sicher nicht durch die Decke marschieren. Da kann nur ein Sparer mit geringen Ansprüchen zufrieden werden. Also wer kann, sollte die höheren Zinsen bei längeren Laufzeiten einstreichen und es gut sein lassen.

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