Die Sparzinsen für den Monat März 2017

By | März 6, 2017
Erfolgt nun die Korrektur?
Droht der Schuss nach hinten loszugehen? Hat die EZB die Schleusen zu weit aufgemacht und das Geld massenhaft in den Markt gepumpt? Kritiker der EZB und ihrer Geldpolitik sehen sich zum Teil bestätigt. Im Februar ist die Inflationsrate in der EU auf 2,0% angestiegen, in Deutschland sogar auf 2,2% und bei uns in Österreich liegt die Inflationsrate im Moment bei 2,0 %. Es bleibt abzuwarten, wie die Entscheidung der EZB am kommenden Donnerstag über das weitere Vorgehen des Kaufprogramms ausfallen wird. Darf man zumindest Mario Draghis Worten glauben, so ist das Ziel einer zweiprozentigen Inflation erreicht; jedenfalls in Bezug auf diesen Februar. Nichtsdestotrotz sollte es das Ziel des Sparers weiterhin sein, das Möglichste aus seinem Geld herauszuholen. Wie fallen die Sparzinsen für März in Österreich aus? Eine Analyse der aktuellen Sparzinsen Angebote  gibt Licht ins Dunkel.

Sparzinsen für täglich fällige Einlagen
Hier wartet die Austrian Anadi Bank auf dem ersten Platz auf mit 1,11% ab dem ersten Euro. Der Zinssatz gilt für die ersten drei Monate. Danach setzt er sich zusammen aus dem garantierten Basiszinssatz, momentan 0,01%, und dem freiwilligen Bonuszins, welcher aktuell 1,10% beträgt. Die Einlagengrenze liegt bei 500 000€.
Die Renaultbank Direkt bietet zwar nur 0,7% an, ihre große Stärke liegt jedoch in der monatlichen Verzinsung. Im Falle von größeren Anlagesummen sowie längerer Laufzeit kann sich der Zinseszinseffekt stark bemerkbar machen.

Angebote für Festgeld
Es folgt nun die Übersicht über Festgeldangebote, beginnend mit sechs Monaten.
Big-Bank aus Estland mit 0,8% ab einer Sparsumme von 1000€.
Bei der Alior Bank hingegen hat der Kunde mindestens 10 000€ hinzublättern, um in den Genuss von 0,75% zu kommen. Bei Ablauf des Festgeldes erfolgt keine automatische Verlängerung.
Zwölf Monate Festgeld lässt sich die italienische Banca Sistema 1,2% Zinsen kosten. Die Hürde ist allerdings groß gesetzt. Die Mindestanlage liegt bei 50 000€, der Maximalbetrag bei 100 000€. Übrigens fallen in Italien keine Quellensteuer an. Wer es gerne verbraucherfreundlicher hat, wirft einen Blick auf Atlantico Europa. 1,1% bereits ab 5000€. Eine vorzeitige Kündigung ist problemlos möglich, in diesem Fall werden keine Zinsen ausbezahlt.
Auch bezüglich des Zeitraums von 18 Monaten liegt die Banca Sistema an der Spitze. 1,3% ab 50 000€. Die Santander Bank folgt etwas abgeschlagen mit 1,05% ab bereits 2500€.
Zuletzt soll noch der Horizont von 24 Monaten überprüft werden. Wieder die Banca Sistema mit 1,5% ab 50 000€. Zwar wieder Zweitplatzierter, aber dieses Mal weit dahinter, die Santander Bank mit 1,1% ab 2500€.

Diversifikation ist das Zauberwort
Wird die EZB am Donnerstag den Leitzins erhöhen? Wird die Inflation unkontrollierbar werden? Fragen wie diese können wir nicht beantworten. Trotzdem ist auch in diesen Zeiten Diversifikation angesagt. Ein bisschen auf dem Tagesgeld als Reserve, hier bieten sich klar die Austrian Anadi Bank sowie Renaultbank an. Etwas in Festgeld anlegen, hier sei vor allem für Großsparer auf die Banca Sistema verwiesen. Nicht zuletzt sollten jedoch alternative Anlageformen, wie Aktien und Fonds, nicht aus den Augen gelassen werden.

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