Banken

Man arbeitet und erspart sich über die Zeit Geld, welches gut angelegt werden soll. Dies aber ohne Risiko, so zumindest wollen es die meisten Österreicher. Dabei stellen sich so manche Fragen, wie z. B. die folgenden:

  • Wo soll ich mein Geld anlegen?
  • Wer hat die höchsten Sparzinsen?
  • Wie garantiert sind diese höchsten Sparzinsen?
  • Wie komplex oder einfach ist die Eröffnung eines Sparkontos?
  • Wie steht es um die Einlagensicherung?
  • Da gibt es doch auch Angebote aus dem Ausland?
    • Sind die sicher?
    • Wie sieht es mit der KESt aus?

Das sind exemplarische Fragen die sich stellen könnten, wenn man sich auf die Suche nach den höchsten bzw. besten Sparzinsen in Österreich macht. Wir möchten ein paar dieser Fragen beantworten und haben zu ausgewählten Banken und deren Sparzinsen einen eigenen Beitrag dazu verfasst, um mehr über die Sparzinsen und die Formalitäten bei der jeweiligen Bank zu berichten.

Wo soll ich mein Geld anlegen?

Legen Sie Ihr Geld dort an, wer dauerhaft hohe Sparzinsen anbietet. Es macht sich in der Regel nicht bezahlt von Bank zu Bank zu hoppen für wenige Prozentpunkte Unterschied oder Neukundenangebote anzunehmen. Nehmen wir mal an, dass ein Neukundenangebot lautet, dass Sie 1,00 % garantiert für 6 Monate erhalten und sich danach der Zinssatz ändern wird. Auf der anderen Seite haben Sie ein Angebot von einer anderen Bank, welche dauerhaft 0,7 % anbietet. Sie werden 50.000 Euro anlegen.

Bank 1: 1,00 % für 6 Monate

50.000 Euro für 6 Monate hier angelegt ergeben 50.249,38 Euro vor Kapitalertragsteuer, nach Kapitalertragsteuer sind das dann 50.187,04 Euro

Bank 2: 0,70 % dauerhaft, aber auch hier für 6 Monate berechnet.

50.000 Euro für 6 Monate hier angelegt ergeben 50.174,69 Euro vor Kapitalertragsteuer, nach Kapitalertragsteuer sind das dann 50.131,02 Euro.

Der Unterschied zwischen den beiden Banken beläuft sich für diesen Zeitraum bei nicht mal 60 Euro netto bei einer doch sehr hohen Summe von 50.000 Euro. Sie können es sich dann selbst ausrechnen was es heißt, wenn Sie „nur“ 10.000 Euro anlegen. Das sind dann nur noch ein Fünftel Mehrertrag, also knapp über 10 Euro. Zahlt es sich da wirklich aus, dass Sie ein neues Sparkonto eröffnen, den ganzen Prozess durchlaufen um wieder ein paar Euro mehr abzustauben? Diese Fragen müssen Sie sich selbst beantworten und liegt sicherlich auch an der Summe, die Sie anlegen möchten und wie Sie Ihre eigene Zeit bewerten.

Wer hat die höchsten Sparzinsen?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, denn meist stehen im Sparzinsen Vergleich Banken oben, welche nur kurzfristig und nur für Neukunden hohe Sparzinsen anbieten. Im Moment sind Banken die hohe Sparzinsen anbieten und ganz oben stehen auch jene deren Angebote nur für Neukunden gelten. Stand 2.7.2017:

  • ING-DiBa
  • DADAT
  • Santander Consumer

Bestandskunden erhalten bei diesen Banken deutlich niedrigere Zinsen. Das bedeutet, dass deren Angebote rein zum Kundenfang dienen und Sie sich schon bald wieder nach einen neuen Anbieter umsehen müssten, wenn Sie hohe Sparzinsen möchten. Nachhaltig hohe Sparzinsen bieten im Moment:

  • Addiko Bank
  • Moneyou
  • Renault Bank direkt

Wie garantiert sind diese höchsten Sparzinsen?

Garantie haben Sie nur dann, wenn die Bank auch eine Garantie ausspricht. Bei gebundenen Sparzinsen haben Sie die Garantie, dass die Bank hier nichts ändert während der Laufzeit. Manchmal gibt es auch Garantien bei täglich fälligen Angeboten, dies ist aber die Ausnahme. Meist gelten diese Sparzinsen bis auf Widerruf und werden sodann angepasst. Das Ergebnis sind niedrigere Sparzinsen die schnell mal geändert werden können. Der Vorteil bei Online Sparkonten ist hier, dass Sie benachrichtigt werden, wenn sich der Zinssatz ändert, was bei Sparbüchern doch eher schwieriger ist bzw. war. Wenn Sie also in den Genuss von garantierten Sparzinsen kommen möchten, so müssen Sie Ihr Erspartes für eine Laufzeit binden. Bedenken Sie hier, dass wenn sich das allgemeine Zinsumfeld im Steigen befindet und die Zinssätze nach oben gehen, Sie aber noch weiterhin die niedrigen, garantierten Zinsen haben und Sie bis zum Ende der Laufzeit in der Regel nicht aussteigen können. Das Geld ist gebunden, weg für die Laufzeit. Dafür haben Sie die Garantie.

Wie komplex oder einfach ist die Eröffnung eines Sparkontos?

Das Eröffnen eines online Sparkontos ist überhaupt nicht mehr kompliziert und meist eine Sache von wenigen Minuten. Die verschiedenen Legitimierungsverfahren gehen mittlerweile auch schon schnell und die Eröffnung ist nach wenigen Tagen fertig und Sie können Geld auf Ihr Sparkonto überweisen und so die ersten Zinsen lukrieren. Komplex ist also etwas anderes.

Wie steht es um die Einlagensicherung?

Die Einlagensicherung ist innerhalb der EU bei rund oder exakt 100.000 Euro bei Einzelkonten, in manchen Ländern gibt es dann noch extra Regelungen die besagen pro Bank und bei Gemeinschaftskonten 200.000 Euro. Die Faustregel mit den 100.000 Euro ist aber allen gemein. Wie stabil aber das Land und sicher die nationale Einlagensicherung aber wirklich ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Man darf davon ausgehen, dass eine Einlagensicherung sehr wohl kleinere Banken die ausfallen, auffangen kann, aber keine größeren Banken und schon gar nicht, wenn mehrere Banken umfallen. Daher lassen Sie sich nicht blenden von den Sicherheitsangeboten. Speziell, wenn es sich um kleinere Länder handelt oder um Länder deren Banken immer wieder in den Medien negativ auffallen. Was bringen Zinsen die 0,2 Prozentpunkte höher sind, wenn Sie dadurch ein deutlich höheres Risiko eingehen?

Mehr zum Thema Einlagensicherung können Sie hier nachlesen.

Da gibt es doch auch Angebote aus dem Ausland? Sind die sicher? Wie sieht es mit der KESt aus?

Ja, natürlich sind die sicher, denn es gibt auch dort Einlagensicherungen. Aber sicher ist nur der Tod und deshalb Hausverstand einschalten und lesen Sie sich bitte das Kapitel darüber durch, wenn es um die Einlagensicherung geht. Sie müssen hier schon auch kritisch die verschiedenen Angebote gegenüberstehen und überprüfen Sie auch, aus welchen Ländern diese Angebote kommen. Die Einlagensicherung kann auch ausfallen, wenn die Ausfälle einfach zu groß sind!

Oftmals ist es bei den Angeboten aus dem Ausland so, dass Sie die Zinserträge brutto ausbezahlt bekommen. Das heißt, es gibt keinen Abzug der Kapitalertragsteuer. Nachdem Sie aber in Österreich Steuern bezahlen müssen, müssen Sie hier das Versteuern der Zinserträge selbst vornehmen. Wie das geht, erzählen wir in diesem Artikel. Es ist nicht schwer, aber dennoch eine Arbeit. Überlegen Sie es sich daher, ob sich die Mehrarbeit für Sie auch lohnt?

Ausgewählte Angebote hier auf Sparzinsen Vergleich

Wir haben uns die folgenden Anbieter näher angesehen und bieten Ihnen hier mehr Informationen zur Bank:

Bei den hier vorgestellten Banken ist es oftmals so, dass diese zum Markteintritt mehr als gut Zinsen anbieten und im Laufe der Zeit diese Zinsen nach und nach sinken und die Bank im Vergleichsranking der höchsten Sparzinsen nach hinten rutscht. Nur wenigen Banken gelingt es über Jahre hinweg ganz vorne mitzuspielen. Der Grund hierfür liegt meist an der Trägheit von uns Sparern, denn die Bank sammelt zum Start hohe Spareinlagen der Neukunden ein und wir Kunden wechseln dann viel zu selten unsere Bank erneut, um da oder dort höhere Sparrenditen zu erwirtschaften.

Wer langfristig orientiert ist, sollte sich Gedanken auch darüber machen, wie viel tatsächlich auf Sparkonten liegt und was lieber anderswo investiert. Hier gibt es höhere Zinsen bzw. Rendite, aber Achtung, lassen Sie sich nicht in die Irre führen und nicht zu schnell von hohen Zinsversprechen blenden. Höhere Zinsen bedeuten nämlich auch automatisch höheres Risiko! Sie haben für Ihr Geld hart gearbeitet und daher geben Sie Ihr Geld nun nicht für dubiose oder allzu rasche Investments wieder her. Hier können Sie sehr viel Geld verbrennen oder Rendite liegen lassen!

Vermögen gut strukturieren – wie viel für das Sparbuch bzw. Sparkonto?

Langfristig anzulegen bedeutet, dass Sie einen Notgroschen in Form eines Sparbuchs oder noch besser eines Sparkontos haben. Hier suchen Sie sich am besten eine Online Bank mit guten Zinsen und einer vernünftigen Einlagensicherung. Lassen Sie sich nicht zu Neukundenangebote leiten, denn diese gelten doch meist nur für 3 oder 4 Monate und danach sind Sie wieder gezwungen Ihr Geld umzuziehen oder Sie erhalten deutlich niedrigere Sparzinsen. Das lohnt sich doch nicht, all der Aufwand. Rechnen Sie es doch mal durch.

  • Notgroschen: Legen Sie Ihr Geld sicher und gut verzinst an. Gute Zinsen, gute Einlagensicherung ist hier das Credo.
  • Risikoarmer Anteil: Hier sollte man sich überlegen, ob man langfristig sein Geld veranlagt. Denken Sie hier an gut verzinste Festgeldanlagen, Anleihen mit guter Bonität und ähnlichem. Denken Sie hier auch an die Streuung, speziell wenn es um Anleihen geht. Hier sollte ein Anleihen ETF Ihnen diese Streuung bieten können.
  • Risikobehafteter Anteil: Hier sollten Sie z. B. an Aktien denken, aber auch hier gilt, Streuung ist alles. Ein Aktien-ETF kann Ihnen hier Abhilfe verschaffen und Sie dabei unterstützen, dass Sie ein breit gestreutes Portfolio aufbauen mit niedrigen laufenden Kosten. Wie das gehen könnte, erfahren Sie z. B. hier auf Broker-Test.at

Bevor Sie sich entscheiden Ihr Erspartes zu diversifizieren, treffen Sie unbedingt die Entscheidung, wo Sie sich im magischen Dreieck wiederfinden.

Was ist Ihnen wichtig? Wo möchten Sie sich positionieren und welche Wertpapiere passen dann für Sie?

 

 

 

 

 

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